Im Frühjahr verständigten sich die Fraktionen im Rat der Stadt Drolshagen darauf, einen interfraktionellen Arbeitskreis zu bilden. In diesem sollten mögliche Einsparpotentiale erörtern werden.
Hintergrund waren die kritischen Anmerkungen des Landrats zum vorgelegten Haushalt des laufenden Jahres. Eigens eine Sondersitzung des Haupt- und Finanzausschusses wurde auf Veranlassung der Fraktionsvorsitzenden der beiden Wählergemeinschaften und der SPD einberufen (wir berichteten). Insgesamt dreimal tagte nun der Arbeitskreis. SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Gosmann lobte die offene und sachliche Atmosphäre der Gespräche.
Auf dem Prüfstand wurden sowohl die Ausgaben für freiwillige Aufgaben und geplante zukünftige Investitionen ebenso gehoben, wie über mögliche Einnahmeerhöhungen diskutiert wurde.
Gosmann stellte für seine Fraktion mit Blick auf die Zahlen klar, dass mit einer Kürzung bei freiwilligen Ausgaben kein Haushalt zu sanieren sei. Aufgrund der zuletzt erfolgten Gebührenerhöhungen im Abwasserbereich (Stichwort: Niederschlagswassergebühr), die die SPD nicht mitgetragen habe, seien auch Steuererhöhungen für den Bürger nicht zumutbar.
Die Verwaltung kündigte an, im September den Haushaltsentwurf für 2011 in den Rat einzubringen. Es solle sich um einen Sparhaushalt handeln und Investitionen sollen auf ein verträgliches Minimum heruntergefahren werden. Steuer- und Gebührenerhöhungen seien nicht geplant. Schließlich sei man aufgrund der wirtschaftlichen Erholung optimistisch, dass die Gewerbesteuereinnahmen wieder steigen werden.